Seit 2001 leben Berger des Pyrenees bei uns. Die ausgesprochen lebhaften und pfiffigen Hütehunde aus den französischen Pyrenäen haben trotz ihrer geringen Körpergröße und des “niedlichen” Aussehens enormes Temperament und sind tüchtige Arbeitshunde. Für Menschen, die gerne aktiv sind und Hunde mögen, die alles begeistert mitmachen und immer noch nach mehr “Action” fragen, ist der Pyrenäen Schäferhund ein Traumhund.
Unsere Hunde sind Familienmitglieder und Teampartner im Agility und in anderen Hundesportarten.
Manchmal sind wir auch als Züchter aktiv und ziehen mit viel Freude unsere Welpen auf.
Die Welpen sind nunmehr groß genug, um den Weg vom Innenauslauf bis zum Rasen auf eigenen Beinen zu laufen, die niedrige Stufe vor der Eingangstür wird schon souverän bewältigt. So ziehen wir nun mehrfach täglich mit der Welpenkarawane von drinnen nach draußen und wieder von draußen nach drinnen.
Die Zwerge nutzen gern die Gelegenheit, sich in unserem Staudenbeet zu verlustieren, auf der kleinen Rampe vor der Tür herumzualben und spielen begeistert Verstecken. Der Mai zeigt sich von seiner wechselhaften Seite, die Welpen lernen schon Regen kennen und nasses Gras (und werden nach dem Spielen gründlich abgetrocknet), die Züchter leisten ihnen draußen abwechselnd im T-Shirt oder mit Thermohose Gesellschaft.
Wir beginnen in dieser Woche damit, die Zwerge für ihre kleinen und großen Geschäfte gezielt ins Freie zu locken. Das Welpeninnenklo hat sich bislang schon gut bewährt, nun wird es Zeit für die nächste Vorstufe zur Sauberkeitserziehung – und es klappt schon recht gut!
Oma Cally wird nun sachte als ganz selbstverständlich mit in den Welpenalltag integriert. Die Zwerge sind ihr gegenüber um einiges frecher als bei Mama. Sie dürfen sie umwerfen (ok, Cally fällt freiwillig um, wenn die Welpen sie überfallen), dürfen auf ihr herumklettern, sie als Trampolin benutzen und ihr am Fell zerren. Cally genießt aus vollem Herzen, die Welpen sind begeistert von der großzügigen Oma.
Wir machen weitere Ausflüge – ein anderes Stückchen Wald bietet moosbedeckte Baumstümpfe zum Verstecken und Klettern, die Welpen entdecken Stöckchen und zerren an Bäumchen, raschelndes Laub sorgt dafür, dass Rennen noch mehr Spaß macht als sonst.
Und sie rennen! Im Haus, im Garten, im Wald, rund um die Büsche, hinter Mama her, mit den Schwestern, um die Menschen herum – es finden sich unzählige Möglichkeiten. Und sie sind schnell geworden. Ständig tauchen sie dort auf, wo man am wenigsten mit ihnen rechnet, sie erobern sich Garten und Haus, überfallen die Oma, lauern den Schwestern auf, verfolgen die Mutter, flitzen uns zwischen den Füßen hindurch.
Die Welpen entdecken das Buddeln als neues Hobby, sie beginnen zu Zergeln und sie können ihre Beute schon sehr gekonnt totschütteln. Als Resultat hat man nun regelmäßig einen Zwerg am Hosenbein hängen, während ein anderer gekonnt die Schnürsenkel aufzieht.
Weiterhin haben wir viel Besuch – viel Spaß für die Welpen und viel Freude für die Menschen. Bei halbwegs schönem Wetter sind die Welpen so viel wie möglich draußen, der Gartenauslauf ist jetzt noch größer geworden und hat mehr Spielgeräte, ein Zelt bietet anstelle der Strandmuschel nun nicht nur den Welpen, sondern auch den Menschen etwas Schutz vor der Witterung.
Um auf den Ausflügen flexibler zu sein, wird die Welpentransportkiste gelegentlich auch auf den Handkarren geladen – die Welpen erfahren eine neue Transportmöglichkeit (es wackelt anders als im Auto) und wir erschließen ihnen neue Ausflugsziele.
Was wir beim Autofahren bisher nur vermuten konnten, können wir nun am Handkarren mit eigenen Augen sehen: Die Welpen nehmen die Schaukelei völlig gelassen und schlafen wie erhofft beim Transport in der Kiste artig ein.
Fritzifrosch ist seit Generationen der bewährte Kumpel zum Kuscheln, Toben und Zerren.
Schon Mama ist mit ihm aufgewachsen, der Zahn der Zeit (oder der Welpen) hat Spuren hinterlassen.
Er selbst ist mittlerweile blind und zahnlos.
Trotzdem: Fritzfrosch ist der Held !
Die fünfte Woche beginnt mit Besuchern aller Altersstufen, mit denen die Welpen fröhlich spielen und kuscheln können. Wer da mehr Spaß hat, ist kaum zu sagen – die Menschen lachen, die Zwerge lachen, alle sind begeistert voneinander.
Der Gartenauslauf wird eingerichtet. Eine Strandmuschel spendet Schatten und beherbergt die Transportkiste. Gleichzeitig bietet so der Planenboden in der Muschel einen raschelnden Untergrund, die Muschel selbst sorgt bei Wind für Flattergeräusche von allen Seiten – die Welpen nehmen all das als völlig normal und selbstverständlich hin.
Die Ausflüge in den Garten waren letzte Woche noch sehr kurz, in dieser Woche wird der Aufenthalt im Garten deutlich länger. Bei schönem Wetter geht es am späten Vormittag schon raus und erst am späten Nachmittag wieder hinein.
Und sie haben viel Spaß im Garten. Das niedrige Planschbecken sorgt für nasse Pfoten, die ersten niedrigen Klettermöglichkeiten werden ausprobiert. Der Wackelteller wird aufgestellt und von den Welpen fröhlich genutzt. Die Zwerge hopsen und flitzen über den Rasen, entdecken schlüpfende Maikäfer und tote Regenwürmer, untersuchen Gräser und Blättchen und amüsieren sich königlich.
Sie entdecken, dass es bei sommerlichen Temperaturen im Schatten viel angenehmer ist als in der Sonne, erleben erste Regentropfen und schlafen mittags gemeinsam mit den Züchtern im Freien (auch wir müssen zwischendrin die Akkus wieder aufladen!).
Die ersten ruhigen Autofahrten stehen auf dem Programm. Die Welpen sind in der Transportbox und wundern sich zunächst über die ungewohnte Umgebung. Aber letztlich passiert nichts wirklich Komisches – etwas Lärm und Gewackel und irgendwann ist man dann halt wieder zu Hause.
Kitti beginnt, mit ihren Kindern zu spielen. Um den Größenunterschied auszugleichen, legt sie sich hin, die Welpen tanzen ihr zum Ausgleich auf der Nase herum (oder auf dem Kopf oder Hals oder was auch immer).
Und die ersten Begegnungen mit anderen Hunden stehen in dieser Woche auf dem Programm: Cally bekommt endlich Gelegenheit, sich mit ihren Enkelchen bekannt zu machen (die Drachenmutter wird sicherheitshalber während der Omazeit weggesperrt) und würde die Zwerge am liebsten adoptieren.
Und Nele aus unserem A-Wurf kommt ihre kleinen Nichten besuchen. Die Welpen zeigen sich sehr freundlich und höflich ihr gegenüber und stellen schnell fest, dass sich das lohnt: Nele spielt fröhlich und sehr vorsichtig mit den Zwergen und zeigt ihnen schon mal, wie schnell ein erwachsener Berger rennen kann.
Die Autofahrten werden schnell zur täglichen Routine und werden bald durch erste winzige Ausflüge ergänzt: Der Wald bei uns vor der Tür bietet einen neuen Abenteuerspielplatz, fremde Hunde oder sonstige unliebsame Begegnungen können wir dort getrost ausschließen.
Den Innenauslauf haben wir vergrößert, statt quer gelegter Bierzeltbank gibt es jetzt Welpengitter als Grenze für die Welpen. Kitti hat einen bequemen Ein-Aus-Hupf bekommen, die Menschen dürfen die Beine tüchtig hochheben (Fitnesstraining inklusive!). Die Welpen haben beschlossen, dass sie jetzt groß sind und schlafen statt in der Wurfkiste lieber in einer Ecke des Auslaufes. Wir haben daraufhin die Wurfkistenfront entfernt und damit die Spielfläche vergrößert. Erste Halsbändchen sorgen für ein ungewohntes Körpergefühl.
Weiterhin gibt es viel Besuch, der mittlerweile von den Welpen schon fröhlich begrüßt wird. Netterweise bringen die Besucher nicht nur sich selbst, sondern auch wunderbares Spielzeug und tolle Leckereien mit. Die Welpen spielen begeistert mit Menschen und Spielsachen, und schlafen dann schließlich auf irgendeinem Schoß ein.
Cally hat den dritten Platz bei den Meisterschaften des Landesverbandes Westfalen erreicht !
Mein toller Hund,
immer vorsichtig, immer gut für einen fehlerfreien Lauf, hat an diesem Wochenende dann gleich zwei fehlerfreie Läufe hingelegt und uns damit den dritten Platz beschert.
Und das trotz der ganzen Welpen, die in ihrem Kopf garantiert herumgespukt sind.
Nach Ihrer Läufigkeit im Februar wäre nämlich genau jetzt der Zeitpunkt, wo auch sie Babys auf die Welt gebracht hätte.
Und entsprechend dem hormonellen Status tummeln sich dann auch noch so Zwerge (sind zwar nicht ihre, ist aber egal) vor ihrer Nase und schreien quasi “pflege mich, säuge mich… ” und Cally würde auch so gerne. Wenn, ach wenn, Kitti sie denn ließe.
Trotzdem fand sie es sichtlich toll, mal wieder mit mir unterwegs sein zu dürfen.
Uns hat, trotz vorhandenem Trainingsrückstand, der Auswärtstag auf alle Fälle viel Spaß gemacht.
In der letzten Woche haben die Zwerge bei der stehenden Mutter nur einzelne Schlucke Milch ergattern können, in dieser Woche klappt es schon deutlich besser. Zwar müssen die Zwerge immer noch auf dem Hinterteil balancieren, um die Zitzen erreichen zu können, aber die Koordination beim Balanceakt und Ausdauer klappen besser und so nehmen die Welpen jetzt schon ganze Mahlzeiten unter der nun endlich auch geduldig stehenden Mutter ein.
Auch an anderen Dingen merkt man die stetige Weiterentwicklung. Die Welpen können sich mittlerweile schütteln (naja, sie zeigen immerhin schon Ansätze zum Schütteln) und gezielt mit den Öhrchen wackeln. Und man kann fröhlich mit dem Schwänzchen wedeln! Die Spiele untereinander werden lebhafter, es geht drunter und drüber.
Beim Spielen wird nicht mehr nur gerangelt, man kann inzwischen schon etwas hüpfen, erste Ansätze von wundervollen Spielaufforderungen sind zu sehen und sie haben entdeckt, dass man hinter der Wurfkistentür wunderbar der Schwester auflauern kann. Die Vorwärtsbewegung wird zielstrebiger, man kann schon besser die Richtung ändern, und sie stolpern nur noch selten beim Überqueren der Kloumrandung.
Päule und McMonkey bekommen Verstärkung von Eddi Igel, Gisela Giraffe und Lisa Lustig – für zwei wurde es bei unseren rabiaten Welpen schon zu anstrengend. Die braven Stofftiere werden fröhlich durch den Auslauf geschleppt, umgerangelt und nach Herzenslust gebissen – bei unseren vorherigen Würfen hatten sie deutlich weniger zu leiden.
Eine Knisterfolie sorgt für neue Erlebnise beim Drüberlaufen, wird beim ersten Betreten neugierig beschnuffelt und dann als normal nicht mehr weiter beachtet.
Die Transportbox wird als Mobilheim den Welpen vorgestellt, und bald danach kommen die ersten, kurzen Ausflüge in den Garten: Sonne spüren, am Gras schnuffeln, sich vom warmen Wind das Fell zauseln lassen, Mama spendiert ein Picknick im Grünen – draußen ist es schön!
Dann wird es Zeit für die ersten festen Mahlzeiten aus Tartar. Die Welpen können zunächst mit der ungewohnten Masse nicht viel anfangen, aber nachdem sie das erste Kügelchen Hack ins Mäulchen geschoben bekommen haben, werden sie gierig. Die futterspendende Hand wird umdrängelt, die ersten Schwestern finden schließlich zufällig den Hackteller und fressen gleich dort weiter. Anschließend gibt es von Mama noch einen Schluck Milch zum Nachtisch, dann schlafen die Welpen satt und zufrieden.
Ein Wackelkissen bringt wieder neue Eindrücke: Boden, der nachgibt und federt, wenn man sich bewegt. Die wilden Schwestern scheinen das lustig zu finden, regelmäßig laufen sie über das Kissen, sitzen darauf, schlafen darauf.
Die Zwerge entdecken das Rennen. Hin und her geht es im Auslauf (auf einer beeindruckenden Strecke von 70 cm immerhin!). Sie probieren aus wie man startet und bremst und wie schnell man sein kann. Rennen aus Spaß an der Bewegung, wieder eine ganz neue Errungenschaft.
Besucher werden von den Welpen als Spielgefährten und Kuschelpartner entdeckt. Es gibt verschiedene Mensche: kleine und große, männliche und weibliche, alle mit individuellem Geruch und alle sind nett!
Kitti geht ihren Pflichten als Erziehungsberechtigte sehr souverän und liebevoll nach, die Welpen lernen die ersten grundlegenden Lektionen in Sachen Hundeknigge: Man haut erwachsenen Hunden nicht mit der Pfote auf die Nase, mit beiden Pfoten noch viel weniger! Beim Spielen darf man natürlich “gefährlich” knurren, man soll aber nicht wirklich wütend werden und vor allem darf man die Spielgefährten nicht verprügeln.
Aber auch wenn die Wachphasen länger werden, noch schlafen die Welpen viel – um weiter zu wachsen und von ihren Abenteuern zu träumen.
Wer macht derzeit die beste Erziehung des Nachwuchses ?
natürlich die Mutter !
Ich finde es absolut großartig, mit welcher Konsequenz Kitti Bu immer dann einschreitet, wenn sie der Meinung ist “jetzt reicht es aber”.
Bevor es dazu kommt, lässt sie den Kleinen vieles durchgehen und drückt als reife Hündin “ein Auge zu”.
Beim Spiel der Kleinen untereinander geht inzwischen schon häufig mal die Post ab, da wird heftigst geknurrt und laute Töne von sich gegeben.
Alles ok.
Wehe aber, wenn da so “hässliche” Töne gegenüber der Schwester geäußert werden (das passiert schon mal, sind halt wilde Mädels).
Dann kommt Kitti aber ratzfatz in die Wurfkiste und geht gucken, mehr muss sie da gar nicht machen (außer eine Runde Milch auszugeben vielleicht), dann ist sofort wieder “Friede, Freude, Eierkuchen”.
Nicht mit sich spaßen lässt sie aber, wenn es um die Körperpflege der Kleinen geht und so ein Blag ständig Widerworte gibt und mächtig flegelhaft ist.
Die Augen sind offen, die Ohren auch, jetzt wird es wild in der Wurfkiste!
Die Wachphasen werden länger (3-5 Minuten), die Zwerge beginnen zu spielen. Da wird die Schwester herzhaft in die Nase oder ins Bein gebissen, man kaut auf Mamas Ohren herum, nuckelt an der eigenen Pfote und lutscht an der Wurfkisteneinlage. Wenn verfügbar, werden gern auch Menschfinger angekaut.
Und laut werden die wilden Schwestern! Bellen kann man jetzt auch im Wachzustand (sooooo niedlich!) und das Knurren ist erheblich nachdrücklicher geworden. Zudem üben sie sich im Synchronknurren – alle gleichzeitig, bis die Wurfkiste wackelt. Haben wir da wirklich Berger des Pyrénées oder vielleicht doch eher Tasmanische Teufel haben?
Wenn Mama die Wurfkiste betritt, sind die Welpen in Nullkommanix auf den Beinen, sie versuchen jetzt sogar schon, bei der stehenden Mutter die Zitzen zu erreichen. Das klappt noch nicht so ganz, die Welpen müssen noch ein bißchen wachsen, aber wenn Kitti während des Säugens aufsteht, bleiben die hungrigen Mäuler hartnäckig festgesaugt und es wird eifrig weitergetrunken. Zur Wahrung des fragilen Gleichgewichtes stützt man sich dann an Mutters Beinen oder an der Schwester ab – was natürlich die Schwester dann in der Regel umfallen lässt.
Und wir stehen in den kurzen Wachphasen immer vor einer ganz schwierigen Entscheidung: Mitspielen? Fotografieren? Filmen? Oder einfach nur zugucken und staunen?
Die niedrige Vorderseite der Wurfkiste ist schnell kein wirkliches Hinderniss mehr. Wenn Mama draußen steht und die Bande Hunger hat, dann erklimmen sie schon gekonnt die Wand, ziehen sich darüber hinweg, purzeln runter und wackeln dann ganz selbstverständlich weiter Richtung Milchquelle.
Entsprechend richten wir nun den ersten kleinen Innenauslauf ein, statten die Wurfkistenfront mit einem ebenerdigen Zugang aus und ermöglichen den Welpen so das ungehinderte Wechseln zwischen Auslauf und Wurfkiste. Die Zwerge nutzen die Möglichkeit rege: nach dem Wachwerden raus, vor dem Einschlafen wieder rein, (natürlich noch mit etlichen Irrläufern, aber die werden von Tag zu Tag seltener). Und die ersten Pfützchen landen schon ganz ordentlich im Welpenklo!
Bereits Mitte der dritten Lebenswoche schaffen die Welpen es dann schon, die Milchbar zu erreichen, wenn Kitti steht! Natürlich müssen sie tüchtig balancieren, sich mit den Vorderpfoten irgendwo abstützen und sobald Mama sich bewegt, fallen sie um wie die Dominosteine. Aber sie geben nicht auf: wer hart arbeitet, bekommt als Belohnung gute Milch und so strengen sie sich tüchtig an.
Die Spiele der Welpen untereinander werden rabiater, sie rangeln und drängeln, sie beißen und knurren und wir sind froh, dass sie noch keine Zähne haben. Zudem üben sie ihre Stimmen: das Knurren bekommt unterschiedliche Klangfarben (kann man freundlich knurren?), das Bellen wird in den verschiedensten Varianten erprobt.
Und zum Ende der Woche schlagen die ersten Rangelspiele der Zwerge bereits um in Streitereien – Mama Kitti geht dazwischen, wenn das Knurren einen wirklich bösen Unterton bekommt und sortiert die Streithühnchen auseinander. Kitti ist auch als Erziehungsberechtigte souverän und sicher, aufmüpfige Welpen bekommen mit klaren Worten ihre Grenzen aufgezeigt.
Zum Glück sind die Streitigkeiten schnell wieder vergessen und dann zeigen die Welpen, dass sie auch sehr nett miteinander umgehen können: Öhrchenwaschen kann man auch schon!
Als nette Gesellschafter sind Päule und McMonkey gemeinsam zu den Welpen gezogen (alleine haben sie sich nicht getraut) und werden unbekümmert in die Raufereien mit einbezogen (endlich jemand, der sich nicht wehren kann!).
Und sie suchen aktiv den Kontakt zu uns, beißen uns fröhlich in die Finger, knurren uns wild an, küssen uns die Hände und klettern uns (wenn wir im Auslauf auf dem Boden sitzen) auf den Schoß, um dort einzuschlafen.
Mit Anfang dieser Woche werden die Welpen langsam zu kleinen Hunden. Sie können den Kopf heben, stemmen sich mit den Vorderbeinen hoch, setzen die Hinterbeine unter den Körper und beginnen sich aufzurichten.
Sie können schon fast laufen, und dabei sind Augen und Ohren immer noch verschlossen. Entsprechend kommt es jetzt häufiger dazu, dass einzelne Welpen den Kontakt zu ihren Schwestern verlieren und dann jämmerlich in der Wurfkiste gestrandet um Hilfe rufen.
Die ersten selbstständigen Häufchen werden abgesetzt – vom (noch sehr wackelig) stehenden Welpen, mit aufgewölbtem Rücken und abgespreizter Rute und ganz ohne Hilfe!
Von Tag zu Tag bewegen sie sich schneller durch die Wurfkiste, und dann kommt am 10. Tag der große Moment, an dem die Augen sich öffnen! Anfangs blinzeln die Welpen noch völlig perplex in diese neue Wahrnehmung und sind ordentlich damit beschäftigt, das “Sehen” als neuen Sinn zu begreifen.
Zeitgleich mit den Augen öffnen sich auch die Ohren, die Welpen entdecken die Welt nun in ganz neuen Dimansionen. Gleichzeitig wird die Koordination des gesamten Körpers von Tag zu Tag, manchmal gar von Stunde zu Stunde besser.
Kitti ist in dieser Woche dazu übergegangen, die Welpen im Sitzen zu säugen – sie sind jetzt offenbar groß und geschickt genug, um die Zitzen auch dann erreichen zu können, wenn sie nicht komfortabel in Maulhöhe präsentiert werden.
Beeindruckend, wie sorgsam sie damit die Lernerfahrungen auf das Alter und die Fähigkeiten der Welpen abstimmt. Anfangs mussten diese überhaupt erst den Weg zur Zitze finden, dann sich beim Wettstreit um die besten Zitzen gegen die Schwestern durchsetzen und jetzt müssen sie sich schon tüchtig nach oben recken.
Ansonsten ist Kitti mittlerweile mehr außerhalb als innerhalb der Wurfkiste zu finden. Völlig normal bewegt sie sich in Haus und Garten, geht zwischendrin alle paar Minuten kurz kontrollieren, ob bei den Welpen noch alles in Ordnung ist, stillt und säubert sie bei Bedarf, und geht dann wieder.
Wir sorgen weiterhin regelmäßig dafür, dass die Welpen an unserem Körper schlafen – für alle Beteiligten eine sehr schöne Erfahrung!
1-2 Tage nach dem Öffnen der Augen beginnen die Welpen dann, sich miteinander zu beschäftigen. Nach dem Säugen tapsen sie aufeinander und auf uns zu, schnuffeln an der Schwester, lecken an unseren Fingern. Es ist unglaublich berührend, in diese ersten bewussten Kontaktaufnahmen eingebunden zu sein. Und es ist unsagbar niedlich, wie die Welpen zu uns oder ihre Schwester “laufen” (“wackeln” trifft es eigentlich besser).
Unverkennbar werden aus den “Maulwürfen” ganz langsam Hunde: Man kann schon sitzen, die erste wilde Schwester hat sich schon aus der Wurfkiste hinausgehangelt und am Ohr kann man sich auch schon treffsicher kratzen! Leider gelingt es uns nicht immer, diese Momente mit der Kamera einzufangen.
Die aktiven Phasen sind natürlich noch sehr kurz, jeweils etwa 2-3 Minuten, den größten Teil des Tages sind die Welpen immer noch mit Schlafen (lies: Wachsen) beschäftigt.