A-Wurf: 3. Woche

Am Ende der 2. Lebenswoche wurden die Welpen das erste Mal entwurmt, kurz danach – am 16. Lebenstag – gibt es dann die erste „feste“ Nahrung: Frisches Tartar, das handwarm geknetet in kleinen Kügelchen den Welpen auf die Zunge gelegt wird. Der Geruch veranlasst die Welpen zum neugierigen Lecken, so kann man es ihnen völlig problemlos ins Mäulchen geben. Und sie fressen es gern, zermatschen es kurz im noch zahnlosen Maul und schlucken es dann ab, um nach mehr zu fragen.

2006-09-19_tartar

Die Welpen beschäftigen sich immer mehr miteinander und mit Mama Cally, sie fangen an zu spielen. Cally ist völlig entzückt, als sie zum erste Mal von einem ihrer Kinder zum Spielen aufgefordert wird und geht begeistert auf das Angebot ein. Selbst Auri, die in den ersten 2,5 Wochen einen deutliche Bogen um die Wurfkiste gemacht hat („Damit hab ich nix am Hut, lass mich damit bloß in Ruhe“) wagt es jetzt, vorsichtig an den Babys zu riechen (wenn diese sie nicht angucken und Cally nicht in der Nähe ist).

Zu diesem Zeitpunkt haben wir nun auch die Vorderseite der Wurfkiste entfernt und gegen die Wand mit Türöffnung getauscht – die Welpen erobern die Welt (die derzeit noch aus einem ca. 1,5 Quadratmeter kleinen Stück unseres Wohnzimmers besteht). Sehr schön ist zu merken, dass Menschen schon selbstverständlich dazugehören: Setzt oder legt man sich zu ihnen, dann kommen sie gerne auf den Menschen zu. Arusha ist noch so zierlich, dass sie problemlos durch die Maschen des Welpengitters hindurch passt, so müssen wir bei der Umgrenzung des Innenauslaufs improvisieren – unsere Bierzeltgarnituren kommen zu ungeahnten Ehren.

2006-09-21_spielen

Die Welpen genießen die Streicheleinheiten sichtbar, und das gemeinsame Spiel entwickelt sich von Tag zu Tag weiter. Anfangs noch sehr sachte, da sieht man zunächst nur „wild“ aufgerissene Mäulchen und erste Ansätze zum „Maulhakeln“. Aber sehr bald beginnen sie, den Spielpartner anzutatzeln, und dann können sie beim Spielen schon knurren und dabei durcheinanderkugeln! Dabei wird absolut hemmungslos in alles gebissen, was man vom Spielpartner erreichen kann – was noch absolut problemlos ist, weil die Welpen bisher noch keine Zähnchen haben. Cally spielt mit unendlicher Vorsicht und Aufmerksamkeit, der geringen Körpergröße ihrer Töchter angemessen.

2006-09-23_brei

Neben dem Tartar gibt es jetzt auch die erste Breimahlzeit. Das erfordert von den Welpen nun eine andere Fresstechnik. Mama Cally darf sich mit Auri die Reste teilen (die derzeit übrig bleiben, weil die Kleinen noch nicht geschickt genug sind, um ihre Näpfchen restlos zu leeren) und dann ihre Töchter reinigen – nach dem Fressen sind sie reichlich mit Futter verklebt, weil sie derzeit bisweilen kopfüber in den Brei fallen und oft genug mit den Pfoten (und anderen Körperteilen) im Napf landen. Noch sind diese Mahlzeiten eher kleine Kostproben, die Hauptmenge der Ernährung liefert immer noch Callys Milch.

Die Wurfkiste wird nur noch selten und bestenfalls zum Schlafen aufgesucht, viel lieber nutzen die Welpen den Innenauslauf. Sie können sich inzwischen selbstständig lösen, die Waschmaschine läuft nun fast ununterbrochen.