A-Wurf: 4. Woche

In der 4. Woche kommen die ersten Besucher. Die Welpen lernen, dass es mehr als zwei Menschen auf dieser Welt gibt und dass alle Menschen nett sind – wichtig für die optimale Prägung auf Menschen.

2006-09-24_besuch

Zur Gewöhnung an Haushaltslärm wird nun mindestens einmal täglich am und im Welpenauslauf gestaubsaugt, zusätzlich zu den normalen Tätigkeiten im Haushalt. Zudem kommt die Lärm-Gewöhnung-CD zum Einsatz – nun hören wir trotz ländlicher Idylle täglich Verkehrslärm und Martinshorn.

Die Welpen werden täglich sicherer in ihren Bewegungen – beim Laufen fallen sie seltener hin, erste Hopser werden probiert (und gelingen schließlich auch), das Knurren wird lauter und beginnt sich im Tonfall zu ändern (wir unterscheiden jetzt schon zwischen Ernst gemeint und Spielknurren) und man kann sich beim Aufwachen mittlerweile schon räkeln.

2006-09-27_spielen2

Ab dem 24. Lebenstag erbricht Cally den Welpen ihr Futter, wie es die Natur bei Hunden vorgesehen hat, um den Welpen feste Nahrung zukommen zu lassen. Uns wirft dieses Verhalten sämtliche Futterpläne für Mutter und Welpen durcheinander, aber wir sehen natürlich mit Freude, wie instinktsicher sich Cally um ihre Kinder kümmert. Zeitgleich beginnt sie, den Kleinen die ersten Grundsätze des Hundeknigge beizubringen – wer sich ungehobelt benimmt, wird angeknurrt, ab und an wird auch schon ein Schnauzengriff plaziert, wenn ein Kind nicht hören will.

Das Welpenzimmer wird erneut umgebaut, damit die Kleinen mehr Platz bekommen, und damit wir die Bierzeltbänke gegen eine ausbruchssichere Umzäunung wechseln können. Das Welpengitter kommt endlich zum Einsatz, die Köpfe sind jetzt breiter als die Lücken im Gitter! Und erste Spielsachen geben neue Lernreize. Noch haben die Kleinen keine Zähne, deswegen darf Eddie, der Igel, für ein paar Tage bei ihnen wohnen.

2006-09-27_eddi

Nach den ersten erfolgreichen Hopsern üben die Welpen das Rennen, dabei werden verschiedene Techniken durchprobiert, bis sich schließlich eine Hopser-nach-vorne-Folge als die erfolgreichste Variante herausstellt und fortan verwendet wird. Die Technik beim Brei-fressen wird auch immer sicherer – haben die Kleinen anfangs oft am äußeren Napfrand geleckt und waren dann frustriert ob der mangelnden Sättigung, so fressen sie inzwischen viel sicherer und erfolgreicher in der Napfmitte.

Das wunderschöne Wetter ermöglicht schon jetzt die ersten Ausflüge in den Garten, zunächst nur für ein halbes Stündchen. Die Zwerge haben in dieser kurzen Zeit schon genug neue Eindrücke bekommen, um anschließend tief, fest und lange zu schlafen. Doch schon nach wenigen Tagen verbringen sie etliche Stunden im Freien.

Jetzt, wo die Welpen draußen sind, beginnt Auri, mit ihnen Kontakt aufzunehmen: Zunächst wird vorsichtig an den Zwergen gerochen, dann gibt es erste Nasenkontakte und dann werden Öhrchen gewaschen und zum Spiel aufgefordert. Und sie mischt bei der Erziehung der Kleinen schon tüchtig mit, und das mit deutlicheren Worten als die liebevolle Mutter. Die Welpen lernen damit schon die nächste Lektion im Hundeknigge: es gibt Hunde, die strenger sind als Mama, mit denen man aber prima spielen kann, wenn man sich ordentlich benimmt.

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Zum Ende der 4. Woche sind die Bewegungen schon recht hundlich geworden, das Rennen mittels Hops-nach-vorn (aus dem sich vermutlich bald ein echter Galopp entwickeln wird) ist mittlerweile durch einen kleinen Trab ergänzt worden und man fällt beim Laufen schon gar nicht mehr so oft hin. Und die Zwerge versuchen sogar schon, bei der stehenden Mama die Zitzen zu erreichen – was gar nicht so einfach ist. Sie erreichen die ersehnte Milchquelle nur dann, wenn sie sich an einer Schwester oderetwas Ähnlichem ein bißchen aufrichten können. Dann allerdings saugen sie sich fest und können dann trinken, solange Mama still steht (was sie höchst selten für mehr als einige Augenblicke tut – mit dem Resultat, das der trinkende Zwerg prompt umfällt und wie ein Käfer auf dem Rücken landet).

Und noch mehr Highlights hat die Entwicklung in dieser Woche zu bieten: Die ersten Zähnchen sind durchgebrochen! Eddi Igel hat sein kurzes Gastspiel bei den Welpen damit beendet, zumal er nach 2 Tagen auch keine neuen Eindrücke mehr liefern konnte und damit vergessen in der Ecke saß. Und man kann sich als Welpe mittlerweile recht zielsicher am Ohr kratzen!

2006-09-30_kratzen