A-Wurf: 5. Woche

Pünktlich mit Beginn der 5. Lebenswoche sind die Zwerge nun endlich groß genug, um Mamas Zitzen auch dann erreichen zu können, wenn sie steht! Wobei das natürlich nicht nur eine Frage der Größe, sondern auch der Koordination ist, die Welpen können jetzt das Gleichgewicht halten, während sie sich zur Milchbar hochrecken. Cally säugt ihre Kinder nun regelmäßig stehend, und wenn sie es doch einmal liegend tut, ist sie unter ihren Töchtern kaum noch zu sehen.

Die Welpen sind nun so groß, dass wir aus 2 Näpfen füttern, weil nicht mehr alle vier um einen Napf drumherum passen. Zudem nimmt die aufgenommene Futtermenge deutlich zu, Callys Appetit nimmt zeitgleich entsprechend ab. So werden die Kleinen ganz langsam abgestillt, indem die Milch einen immer geringeren Anteil an ihrer Nahrung ausmacht. Und wo wir anfangs das Welpenfutter noch püriert haben, fressen die Welpen nun einfach eingeweichtes Welpenfutter – unpüriert. Nicht nur Futter nehmen sie nun auf, auch am Wassernapf schlabbern sie jetzt regelmäßig. Nach den ersten Zähnchen kommen weitere Zähne, beim wilden Spielen hört man jetzt immer öfter ein empörtes Quietschen (weil die Schwester mit den neuen Zähnen schmerzhaft beißen kann).

2006-10-05_spielenTrotz des weniger freundlichen Wetters sind die Welpen möglichst viel draußen. Dort lernen sie nun Wind und Sturm kennen und spüren erste Regentropfen auf dem Fell (bei solchem Wetter können sie natürlich noch nicht lange draußen bleiben, sobald sie müde werden, geht es wieder in die warme Stube). Der Auslauf wird täglich mit neuen Zutaten ausgestattet, so dass die Kleinen immer wieder Neues erleben und entdecken können. Dabei erleben wir Menschen manche Überraschung: die Rohre entpuppen sich als einigermaßen langweilig (man kann nicht draufklettern…).

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Dafür ist die Rampe, die den Zwergen eigentlich nur den Zugang zum Garten ermöglichen sollte, der Hit schlechthin. Endlos lange probieren die Welpen aus: wie man dort hinauf und wie hinunter gelangt, was passiert wenn man hinunter rennt (man kullert kopfüber runter), wie man von oben die Schwester überfallen kann, wie man von unten die Schwester ins Bein beißen kann, wie man sich unter der Rampe verstecken kann, wie die Blätter neben der Rampe schmecken und wie man in den Blumen neben der Rampe spielen kann.

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Weitere Erlebnisse gibt es für die Welpen: Es gibt erwachsene Mensche und Kinder (letztere in verschiedenen Altersstufen!), die alle unterschiedlich riechen (viele nette Besucher, die mit den Welpen spielen und schmusen). Sie hören ab und an mal eine Autohupe, Jan radelt klingelnd um den Welpengarten herum (zur großen Begeisterung von Cally und Auri), es wird weiterhin fleißig Staub gesaugt. Im Garten wird ein Windrad aufgebaut (was die Welpen völlig uninteressant finden), und es gibt neues Spielzeug und die ersten Kauröllchen aus Büffelhaut – auf denen allerdings vorerst nur das schmerzende Zahnfleisch massiert wird, weil die Backenzähne noch nicht durchgebrochen sind. Zwischendrin wird natürlich immer noch viel geschlafen, schließlich muss man die neuen Erlebnisse auch verarbeiten.

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Die Körperbeherrschung wird nach wie vor täglich besser. Die Zwerge werden schnell beim Laufen, auf kurzen Strecken (sprich: wenige Meter) halten sie mit einem gehenden Menschen schon locker mit und tauchen damit unversehens dort auf, wo man am wenigsten mit ihnen rechnet. Sie nutzen zur Fortbewegung immer öfter den Trab, das Hops-nach-vorn hat sich in einen echten kleinen Galopp verwandelt, und die Hopser werden jetzt bewusst und präziser beim Spielen eingesetzt. Und beim Fressen landen deutlich seltener Pfoten im Napf (die man inzwischen selber wieder sauber machen kann!).

Dank der Rampe vor der Tür können und dürfen sie nun alleine vom Welpenzimmer in den Garten und wieder zurück laufen. Und sie lernen wieder Neues: Rasen fühlt sich anders unter den Pfoten an als Steinplatten, und Sand ist wieder anders. Es gibt Dinge, die beim Drüberlaufen Wackeln und Rascheln, und es gibt Möglichkeiten, weich und gemütlich zu liegen.

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