A-Wurf: 6. Woche

Und weiter geht die Entwicklung der Welpen! Sie wachsen nach wie vor in beeindruckendem Tempo und entdecken immer neue Möglichkeiten, wie man den eigenen Körper einsetzen kann. Die Rampe vor der Tür, die letzte Woche noch eine echte Herausforderung war, wird inzwischen locker-lässig im Galopp bewältigt – ohne nennenswerte Purzelbäume in der Abwärtsbewegung.

Weiterhin sind alle Möglichkeiten, irgendwo hinauf zu klettern, sehr interessant – je höher, desto besser. Irgendwie kann der Berger selbst in diesem zarten Alter seine Herkunft aus dem Hochgebirge nicht leugnen. Wir Menschen sind täglich gefragt, neue Spielgeräte zu erfinden, die von den Zwergen erklommen werden können.

2006-10-10_klettern

Daneben haben die Zwerge inzwischen das Spiel mit Objekten entdeckt. Nun wird gezergelt, totgeschüttelt, durch die Gegend getragen und der Schwester geklaut. Besonders beliebt sind dabei die alten Läppchen, die ursprünglich nur als Duftträger zum Kennenlernen von Kaninchen- und Hamstergeruch gedient haben. An neuen Gerüchen haben die Welpen übrigens sehr viel Spaß, jeder neue Duftträger wird ausgiebig berochen, bekaut und gezaust.

In dieser Woche beginnen wir mit ersten kleinen Ausflügen, die Mutigen unter den Wilden Schwestern trauen sich schon bis zum Briefkasten (10 Meter sind eine weite Strecke, wenn man noch so klein ist!). Und nicht nur zu Fuß geht es nun in die weite Welt, die Zwerge machen erste Bekanntschaft mit dem Auto. Zunächst sitzen sie nur im Kofferraum und erleben kurz den angelassenen Motor, beim nächsten Mal fahren wir schon ein paar Meter. Und wo die Welpen beim ersten Mal noch erstaunt geguckt haben, schlafen sie auf der 3. „Fahrt“ schon in der Transportbox ein.

2006-10-10_ausflug

Neben den Tagesausflügen erleben die Kleinen nun auch, dass es Nachts dunkel ist im Freien: wir beginnen mit den ersten Ansätzen zur Sauberkeitserziehung, indem wir so oft wie möglich mit den Zwergen zum Lösen ins Freie gehen. Das ist dann natürlich unweigerlich vor allem am Abend, weil die Welpen tagsüber sowieso viel draußen sind.

Der Außenauslauf wird immer wieder umgebaut und umgestaltet, so das die Welpen immer neue Anreize bekommen. Und Cally zeigt ihren Töchtern mit Begeisterung, wie man die unterschiedlichen Angebote nutzen kann – durch Tunnel z.B. kann man hindurchflitzen (früh übt sich, was ein Agility-Hund werden will).

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Tante Auri wird zunehmend strenger mit der Rasselbande, so lernen die Kleinen seeeehr respektvolles Verhalten gegenüber anderen Hunden. Cally hingegen genießt das Spiel mit ihren Töchtern aus voller Seele und wird dabei immer alberner. Manchmal fragt man sich gar, wer da eigentlich Mutter und wer Welpe ist… Durch Mamas Beispiel lernen die Kleinen nun das Nachlaufen-Spiel kennen – man entdeckt den Rausch der Geschwindigkeit. Fotos davon gibt es leider noch nicht, dafür sind sie wirklich zu schnell (vor allem wechseln sie so unverhofft die Richtung oder bleiben mittendrin stehen). Und ein noch tolleres Spiel wird entdeckt – Buddeln! Die alten Maulwurfshaufen im Garten werden nun für Ausgrabungen genutzt.

Sehr beliebt sind sämtliche Wackel-Untergründe, die Schaukel ist die Attraktion des Tages. Hier entwickelt sich fast ein Wettstreit unter den Schwestern: Wer kann am längsten draufsitzen, ohne runter zu fallen. Die Schaukel ist allerdings recht bockig und widerspenstig, selbst das Festhalten an den Befestigungsseilen hilft da nicht viel.

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Was gab es noch in dieser Woche? Viel Besuch und echte Backenzähne! So können die Welpen nun endlich Dinge kaputtbeißen, was den Verzehr von Leckerchen deutlich einfacher macht. Den Welpen erschließen sich damit ganz neue Geschmackswelten. Das viele Probieren und Testen macht allerdings müde und so finden die Welpen schließlich noch einen ganz anderen Verwendungszweck für die Schaukel.

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