A-Wurf: 7. Woche

Nachdem die Welpen in der letzten Woche das Nachlaufen entdeckt haben, gibt es in dieser Woche ganz neu die ersten echten Mini-Kugelblitze: Einzelne Welpen klappen das Schwänzchen aerodynamisch sinnvoll unter den Bauch, ziehen das Becken ebenfalls nach unten und sausen dann mit rundem Rücken durch Auslauf und Garten – rein aus Freude am Rennen. Und sie sind schnell geworden!

Die 7. Woche ist zudem die Woche der Plüschspielzeuge. Die Welpen werden vom Besuch reich beschenkt und haben mit den neuen Objekten viel Spaß, die in der letzten Woche neu entdeckten Spielmöglichkeite werden nun weiter ausgebaut.

2006-10-15_spieli

Das soziale Spiel der Welpen untereinander wird immer intensiver und rauher, zudem wird die Einrichtung des Auslaufs immer gezielter in das Spiel integriert. Atacama hat herausgefunden, dass sie unter dem Tunnel hindurch krabbeln kann – und dass vor allem Mama das nicht kann! So hat sie dann einen grandiosen Vorsprung oder kann von hinten kommend ihren Vorteil im Spiel nutzen.2006-10-16_tunnel

Neu entdeckt wird auch das Bällchenbad – hineinspringen und durch die Bälle tauchen ist sehr beliebt. Insbesondere, wenn die Schwester versucht, einen durch die Wand hindurch zu beißen und einen nicht erwischen kann. Allerdings wechseln die Moden bei Welpen sehr schnell, nach 3 Tagen ist das Bällchenbad schon wieder uninteressant, so wird unsere Phantasie ständig gefordert für Um- und Anbauten im Auslauf.

2006-10-18_ballbad

Inzwischen ist jeder der Welpen zu einer echten Persönlichkeit geworden, deutliche Unterschiede sind erkennbar. Amboseli und Amargosa sind unsere Haudegen, die bei sämtlichen wilden Spielen dabei sind und es wirklich faustdick hinter den Ohren haben. Arusha ist unsere Kontaktnudel, die begeistert auf Menschen zugeht und einen mit ihren Liebesbezeugungen schier überschüttet. Atacama ist die ruhigste, die sich gut mit sich selbst beschäftigen kann und viel Zeit zum Kuscheln hat. Damit zeichnet sich nun auch ab, welcher Welpe künftig in welcher Familie leben wird.

Da den Welpen mittlerweile die Welt in den Ausläufen zu klein wird, dürfen sie immer mal wieder im Garten frei laufen – und entdecken die Staudenbeete als neuen Lieblingsspielplatz. Um die Pflanzen herum lässt es sich wunderbar toben, hinter den Stockrosen kann man der Schwester auflauern, man kann über die Blumen springen oder die Fette Henne als Trampolin verwenden. Wir sind froh, dass jetzt im Herbst die beste Zeit der Stauden sowieso vorbei ist, die Pflanzen haben unter der Rasselbande deutlich zu leiden.

2006-10-19_beet

Auch im Haus bieten wir den Welpen immer wieder Neues: Der Innenauslauf wird wieder umgebaut, die Welpen bekommen damit noch mehr Platz und Cally einen neuen, bequemen Ein-Aus-Hupf, damit sie ihre Kinder jederzeit aufsuchen oder verlassen kann. Sie hat nun fast keine Milch mehr, das Gesäuge ist schon deutlich kleiner geworden und sie lässt die Welpen nur noch dann trinken, wenn sie selber die Welpennäpfe wäscht. Ansonsten verbittet sie sich Nuckelattacken sehr vehement! Dafür bringt sie den Welpen nach wie vor alles, was wir ihr an Futter geben – zur Begeisterung der Zwerge, die das von Muttern spendierte Futter viiiiieeeel besser finden als das von uns im Napf servierte.

Die „Spaziergänge“ werden länger, der Briefkasten ist nunmehr für alle Schwestern normaler Bewegungsradius, und die Mutigen trauen sich schon einmal komplett die Auffahrt entlang – fast 100 Meter! In dieser Woche gibt es auch schon die ersten „richtigen“ Ausflüge: Anreise mit dem Auto (500 Meter Fahrt über den Feldweg), Spaziergang (30 Meter im Kreis über die Brache) und Rückfahrt mit dem Auto. Die Welpen erleben richtig hohes Gras (ca. 30 cm) und bekommen vom Tau nasse Bäuchlein und Pfoten, sie laufen zum ersten Mal auf Asphalt und haben unendlich viel Spaß dabei. Anschließend schlafen sie 3,5 Stunden tief und fest. (Möglich ist das natürlich nur deshalb, weil wir hier so abgelegen wohnen, dass das Infektionsrisiko extrem niedrig ist.)

2006-10-20_ausflug