B-Wurf: 2. Woche

Die zweite Lebenswoche der Welpen beginnt so ruhig und beschaulich, wie die Erste aufgehört hat. Die Welpen saugen, schlafen und wachsen tüchtig, sie werden weiterhin von uns täglich gekuschelt und gewogen. Ihre Kriechbewegungen werden allerdings von Tag zu Tag schneller.

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Und dann beginnen die Welpen, den Kopf ganz anders, höher und sicherer zu heben. Die Augenlider beginnen im Traum zu zwinkern, und in den Ohren werden langsam die ersten Ansätze der inneren Ohrmuschel sichtbar. Und dann kommt der große Tag, an dem die Welpen die Augen öffen! Anfangs können sie mit diesen neuen Sinneseindrücken noch nicht viel anfangen, das Sehen muss erst erlernt werden. Aber für uns ist es doch etwas ganz anderes, unseren B´lis nun wirklich in die Augen gucken zu können.

Sehen zu lernen geht allerdings – wie fast alles andere in der Welpenentwicklung – recht schnell, und schon bald reagieren die Welpen auf optische Eindrück, und fast gleichzeitig reagieren sie auch auf Geräusche. Wenn Cally nun die Wurfkiste betritt, rührt sich dort fast schlagartig das Leben, die Welpen werden wach und aktiv.

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Zeitgleich mit dem Öffnen der Augen beginnen die Welpen, sich mit den Vorderbeinchen hochzustemmen. Und sie versuchen auch schon, die Hinterbeine zum „Laufen“ zu verwenden, was anfangs noch gründlich misslingt. Aber es wird weiter versucht, ein Berger gibt sich nicht so schnell geschlagen! Schon bald gelingen einige Schritte, die natürlich insgesamt noch ziemlich wackelig und unbeholfen wirken, und grundsätzlich mit einer Bauchlandung enden. Ab und an lugt schon mal Eine über die – während der Fotosessions sehr niedrigen – Begrenzung der Wurfkiste, ernsthafte Ausstiegsversuche gibt es in dieser Woche allerdings noch nicht. Gleichwohl sind die Welpen immer noch ganz überwiegend mit Schlafen beschäftigt, sie erwachen zum Trinken und schlafen kurz danach wieder ein. Aber die Zeit, die sie nach der Mahlzeit wach bleiben, wird von Tag zu Tag „länger“ (von anfangs 10 Sekunden steigern wir uns auf fast eine ganze Minute!).

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Ab und an gelingt es uns tatsächlich, schon ein offenes Auge fotografisch festzuhalten – nicht ganz einfach, weil wir in der wundervollen, kurzen Zeit der Aktivität lieber kopfüber in der Wurfkiste hängen und uns von den Welpen die Nase küssen lassen, als zu dokumentieren. Hinsichtlich der Pflegeaufgaben hat sich für uns Menschen noch nicht viel verändert, Cally übernimmt bislang noch den Rundumservice. Zur Schonung ihres Bauches haben wir den Welpen schon die Krallen geschnitten (Winzig kleine Krällchen an klitzekleinen Pfötchen – da wird jede noch so kleine Nagelschere zum unhandlich großen Gerät…), für die fleißige Milchproduktion bekommt Cally weiterhin üppige Mengen an hochwertigem Futter.