B-Wurf: 3. Woche

Nun fängt es an, in und um die Wurfkiste turbulent zu werden! Die Babys sind auf den Beinen und wackeln eifrig hin und her (Kurven sind noch sehr schwierig und nur mit mehrmaligem Umfallen zu meistern), sie können sich alleine Lösen und sie haben Hunger ! Cally kann gar nicht mehr so viel Milch liefern, wie ihre Töchter trinken wollen, die Rasselbande schreit nach mehr. Somit dürfen wir Menschen uns nun an der Versorgung der Babys beteiligen – es gibt die ersten „festen“ Mahlzeiten. Als erste Mahlzeit gibt es auch dieses Jahr wieder Tartar, aus der Hand gefüttert. Es wird von den Babys gierig angenommen, und wir sind froh, dass die kleinen Piranhas (Pyrénnéas?) noch keine Zähne haben. Anfangs werden die Tartarhäppchen eher eingesaugt, unsere Finger werden als Geschmackträger fast mitgefressen.

piranha

Sehr bald gibt es neben Tartar auch Brei. Die Welpen machen erste Bekanntschaft mit „Fressen aus Näpfen“, was allerdings teilweise eher an ein Bad mit fröhlichem Planschen als an eine Mahlzeit erinnert. Entsprechend sieht es nachher aus – Welpen, Unterlage, Napf, Mutterhündin und Züchterin sind gleichmäßig eingefärbt.

breischlacht

Die Welpen haben ihre erste Wurmkur bekommen (Tartar schmeckt eindeutig besser) und sie beginnen miteinander zu spielen. Ohren, Beine und sonstige Körperteile der Schwestern werden bekaut (wie sollte man sonst herausfinden, wer das ist?), aus der Wurfkiste ist immer öfter Knurren zu vernehmen – die Babys fangen an zu kommunizieren. Und nicht nur Knurren können sie, wir haben diesmal einen sehr kommunikationsfreudigen Wurf. Quietschen, Jammern, Janken, Heulen, Bellen, Wäffen, Quaken – die Babys erzeugen eine beeindruckende Palette von Geräuschen.

Der Innenauslauf wird vorsichtig erkundet, erste Bekanntschaften mit neuen Lebensformen werden geschlossen. Päule stellt sich für die Frühprägung auf andere Hunde zur Verfügung und lässt sich geduldig beriechen.

kitti-paul

Das gemeinsame Spiel wird von Tag zu Tag intensiver, Eddie Igel, Mama und Menschen werden in die Raufereien einbezogen. Und wie bei allen Jungtieren dienen die Spiele auch bei den Welpen dazu, Bewegungsabläufe und Verständigungsmöglichkeiten auszuprobieren und zu verfeinern. Die Welpen versuchen schon zu Hopsen (vielleicht will das irgendwann eine Spielaufforderung werden?), sie versuchen die Schwester zu Boden zu rangeln, man beißt sich gegenseitig ins Fell und probiert damit dann die ersten Ansätze zum Totschütteln.

Die erste Verwegene hat sich bereits einen Zipfel der Auslauf-Unterlagen-Decke gegriffen und hat tüchtig daran gezogen – wir sind gespannt, wann wir den Bodenbelag für den Innenauslauf anders gestalten müssen. Nach dem Brei gibt es bald auch eingeweichtes und püriertes Welpenfutter, die B´lis haben einen gesunden Appetit. Cally säugt ihre Kinder zeitweise schon sitzend, die Welpen sind mittlerweile geschickt genug, um die Zitzen auch so erreichen zu können.

muttersitzend

Die Wachphasen der Welpen sind jetzt schon fast 15 Minuten lang – was im Umkehrschluss bedeutet, dass die Zwerge immer noch überwiegend mit Schlafen beschäftigt sind. Eddie Igel leistet ihnen auch dabei Gesellschaft.

bibicheeddi