B-Wurf: 1. Woche

Anfangs gibt es für Cally nur noch eins auf dieser Welt: Ihre wunderschönen Töchter! Sie verlässt die Wurfkiste fast nicht. Für die notwendigen Gänge ins Freie müssen wir sie überreden, Futter und Wasser servieren wir der jungen Mutter im Wochenbett, weil sie sonst weder frisst noch trinkt (bloß die Kinder nicht zu lange alleine lassen!). Aber schon sehr bald zeigt sich, dass Cally – nunmehr erfahrene Mutter – diesmal deutlich gelassener und souveräner mit ihren mütterlichen Pflichten umgeht. Sie erscheint in der Küchen, wenn ich das Hundefutter zubereite, steht fröhlich an der Tür, wenn wir die Schuhe anziehen und hat es nach den „Gassigängen“ nicht übertrieben eilig, zu ihren Kindern zurückzukehren.

Die Welpen sind vorerst nur mit Trinken und Schlafen (sprich: Wachsen und Gedeihen) beschäftigt. Noch brauchen sie Callys Hilfe um sich zu Lösen, ihre eigenständigen Fähigkeiten beschränken sich darauf, die Milchbar zu finden (ausschließlich nach Geruchssinn und Wärmeempfinden, die Augen und Ohren sind noch fest verschlossen), zu saugen und zu schlafen. Letzteres tun sie besonders gern an Mama gekuschelt – die Welpen liegen mit Vorliebe schlafend am Gesäuge, zwischen Callys Beinen oder an ihre Hals geschmiegt. So haben sie es auch ohne Wärmelampe oder Heizdecke angenehm warm – mit der eigenen Thermoregulation wären sie noch überfordert.

bibiche-cally-kuschel

Aber schon nach 1-2 Tagen werden erste Entwicklungsschritte sichtbar: Die Welpen schlafen ab und an schon ohne Körperkontakt, erste Testläufe für unterschiedliche Schlafpositionen werden gestartet ( „Ich bin schon groß, ich kann schon auf der Seite liegen!“). Und schon bald können die Welpen sich räkeln, und die Ersten bellen im Traum sogar schon!

b-wurf-trinken

Von Mahlzeit zu Mahlzeit wird der Weg zur Milchbar sicherer gefunden, und herzhaft gähnen können die Zwerge auch schon bald nach der Geburt. Und schon bald ist es zu hören, wenn die Babys mit der Welt unzufrieden ist – wenn die Zitzen nicht schnell genug gefunden werden, wird schon gequengelt. Cally ist schon nach wenigen Tagen der Ansicht, dass ihre Töchter durchaus schon eine gewisse Frustartionstoleranz aufbauen können, und spurtet nicht mehr sofort bei jedem Quietschen. So lernen die Babys eine wichtige Lektion: Nicht alles, was man haben möchte, bekommt man sofort.

Wir Menschen haben noch nicht viel Arbeit mit den Welpen, unsere Aufgaben beschränken sich noch auf das Wechseln der Wurfkisteneinlagen und auf die Versorgung von Mama Cally, die reichliche Mengen guten Futters in ebenso reichliche Mengen guter Milch umwandelt. Aber ein ganz bißchen können wir auch mit den Welpen schon machen: Kuscheln! So werden die Welpen schon früh mit menschlichem Geruch vertraut gemacht.

kitti-kuschel

Und wir wiegen die Welpen täglich, um die Entwicklung kontrollieren zu können. Innerhalb einer Woche nach der Geburt hat sich das Geburtsgewicht bei allen verdoppelt, Cally leistet bei der Versorgung ganze Arbeit.