Urlaubserinnerungen

2,5 Wochen Urlaub liegen hinter uns – wie üblich viel zu wenig. Aber es war schön, sehr schön.

Zum  Auftakt gab es drei Tage Spitzensport bei der Agility-WM – wir haben schwer beeindruckende Leistungen gesehen, phantastische Teams, tolle Mannschaften. Faszinierend, wie gut die Hunde ausgebildet waren und wie präzise die Teams aufeinander eingespielt waren. Es war wirklich ein Erlebnis!

Danach wollten wir in die Bretagne. Eigentlich. Aber die Wetterprognose war für die Bretagne nass. Und kalt. Ungemütlich. Also nicht wirklich das, was man sich für einen erholsamen Urlaub wünscht. Wir haben kurzerhand umgeplant – für Süddeutschland war für die nächsten Tage schönes Wetter gemeldet.

Das nächste Ziel war also das Altmühltal, wo wir ausgesprochen unterschiedliche Gastwirte erlebt haben und nach dem Trubel der WM-Tage ein bißchen durchatmen konnten. Dann ging es auf die Schwäbische Alp und ins Allgäu. Immer mit Ziel „schönes Wetter“, wobei wir jeweils bei grauem Himmel losgefahren sind und in strahlendem Sonnenschein ankamen. Und dann leider irgendwie immer vom Nebel eingeholt worden sind. Der sich manchmal aufgelöst hat (im Laufe des Tages), manchmal aber auch nicht (Wandern im Nebel ist sehr meditativ, aber auch ziemlich ungemütlich), was dann unweigerlich einen ungeplant frühen Aufbruch zu neuen Ufern zur Folge hatte. Hartnäckiger, dichter Nebel ist übrigens besonders schade, wenn man sich den Stellplatz wegen des grandiosen Fernblicks auf die Alpen ausgesucht hat und sich sehr auf den Blick am Morgen gefreut hat…

Das nächste Ziel hieß dann Norditalien – südlich der Alpen würde uns der Nebel nicht erreichen, so unsere Hoffnung. Wir haben also eine Vignette für Österreich gekauft (schnell über die Autobahn in den Süden flitzen!), und saßen dann, 3 km hinter der österreichischen Grenze, im Stau fest. Ein Stau, der sich mühsam und zäh durch das nebelige (was sonst?) Tal quälte. Aber mit Wohnmobil ist man zum Glück flexibel, also sind wir bei nächster  Gelegenheit (nachdem der Stau so gar kein Ende nehmen wollte) raus aus dem Stau und zum nächsten Campingplatz. Und hatten dort das irre Glück, dass der Nebel sich tatsächlich verzog und die Sonne sehr spektakulär durchkam!

Am nächsten Morgen gab es dann wieder – genau – Nebel. Kalten Nebel. Mit dem Resultat, dass Wiebke beim Aufbruch von der Hexe beschossen wurde (au wei). Statt Norditalien gab es also ganz spontan einen Besuch in der Klinik Garmisch-Partenkirchen (Aktion „gegen den Rückenschmerz“) und dann Weiterfahrt nach Mittenwald (lieber nicht so weit weg von der Klinik…).

Dort haben wir uns dann im Bergwandern versucht und den Rücken auskuriert (Wandern hilft dabei ganz ungemein). Die Berge bestaunt (von unten und ein bißchen auch von oben), und vor allem – erstaunlich, aber wahr – sind wir dem Nebel entkommen. 3 Tage Sonne pur, den Nebel haben wir von den Bergen aus über dem Alpenvorland und in den Nachbartälern liegen sehen. Wir haben die Leutaschklamm durchwandert, die Buckelwiesen genossen, sind auf den Karwendel rauf und wieder runter (per Seilbahn – soviel Berg zum Wandern schien uns Flachlandtirolern ohne gründliche Vorbereitung doch eine arg große Herausforderung) und haben uns wunderbar erholt.

Als dann der Nebel – entgegen den Versicherungen unserer Wirtin, Mittenwald sei fast immer nebelfrei – uns dann auch in Mittenwald eingeholt hat, haben wir uns schweren Herzens auf den Rückweg gemacht. Einen Bogen durch die österreichischen Alpen (schließlich wollen wir noch das letzte Quäntchen Sonne nutzen) und die schweizerischen Berge haben wir uns noch gegönnt. Und einen Schlenker durch die Vogesen, in denen wir die abenteuerlichste Wanderung des gesamten Urlaubs hatten und wieder einmal gemerkt haben, dass es in Europa wunderschöne Landschaften gibt, die wir noch viel zu wenig kennen.

Und schließlich haben wir festgestellt,  dass der Urlaub wie üblich viel zu kurz war, und dass nur zwei Tage in Frankreich viel zu wenig waren und irgendwie schon wieder kaum Zeit zum Lesen hatten und die Urlaubszeit unerbittlich zu Ende ging.

Die Alpen konnten wir nicht mitnehmen (auch wenn unser Mobilchen innen erstaunlich viel Platz bietet), aber immerhin haben wir jetzt wieder einen passablen Vorrat an bretonischer Salzbutter (ein Minimum an Bretagne muss sein!) und Wein und werden uns damit irgendwie bis zum nächsten Urlaub behelfen müssen.

Ein Gedanke zu „Urlaubserinnerungen

  1. Thomas & Conny

    Hallo Urlauber
    -also doch wieder anders als geplant. Klingt aber trotzdem spannend.
    So ein Wohnmobil ist schon eine tolle Sache.
    Willkommen Daheim
    Liebe Grüße

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