Wenn die Agility-Saison zu Ende geht, hat man mehr Zeit für andere Dinge. Jan hat sie genutzt, um z.B. zwei der herausragenden Teams, die auf der WM gestartet sind, mit ihren Prüfungsläufen einmal nebeneinander zu stellen.
Herausgekommen ist ein beeindruckendes Video: hier kann man mehr als deutlich sehen, dass es im Agility in der Weltspitze um Sekundenbruchteile und Höchstleistungen – sowohl körperlich als als in der Kommunikation im Team und bei der Ausbildung des Hundes – geht.
Am letzten Wochende waren wir dann doch mal wieder auf einem Turnier.
Cally und ich hatten uns für die “German Classics 2010″ in Hockenheim qualifizieren können.
Das Turnier haben wir mit gemischten Gefühlen bestritten.
Einerseits tolle Leute, tolles Wetter (frei nach Eduard Mörike: “November lässt sein blaues Band wieder flattern in den Lüften…”), tolle Organisation, toller Sport.
Wermutstropfen war der für die Hunde sehr glatte Teppichboden. Turnschuhen sei Dank hatten die Menschen super Grip ! Das machte die Sache aber nicht einfacher: man musste schon sehr dosiert “Gas geben”, damit die Hunde nicht massive Rutsch-Probleme bekamen, voll durchstarten war nicht drin !
Dafür waren dann aber die Parcoure von den beiden Richter Michael und Roland wirklich angemessen, also keine Rennstrecken, sondern eher tricky.
Am Samstag konnten wir unserer Mannschaft, den “Crazy Hoppers” in der ersten Runde einen schönen fünften Platz erreichen (Cally und ich mit einem fehlerfreien Lauf) und uns so direkt für die KO-Runden qualifizieren. Dann hat’s uns dann aber in der nächsten Runde gerissen.
Ich denke, dass wir das bei dem hochklassigen Feld aber schon als schönen Erfolg verbuchen können. Hier der erste Lauf von uns: Berger des Pyrenees Cally im Jumping
Am zweiten Tag mit den Einzelläufen hatten wir im A-Lauf weniger Glück. Nach einem doofen Führfehler bin ich zu allem Überfluss an der drittletzten Hürde über meine eigenen Füße gestolpert und habe eine unfreiwillige Breakdance-Einlage hingelegt. Da war Cally dann leider danach auch dem Steg und nicht im eigentlich angepeilten Tunnel.
Zum Glück ist uns beiden nichts ernsthaftes passiert, DIS war’s trotzdem.
Beim Jumping haben wir dann noch eine Stange abgeworfen, trotzdem ein sehr lehrreicher Parcours.
Ich denke, wir können mit unseren Leistungen grundsätzlich schon zufrieden sein.
Falls sich jemand wundert, warum hier in den letzten Wochen so wenig passiert: Wir treten derzeit ein bißchen kürzer. Die Turniersaison war wunderschön und hat uns allen viel Spaß gemacht, aber irgendwann ist es dann auch mal wieder nett, ein Wochenende zu Hause zu verbringen.
Und ohne Turniere hat man mehr Zeit zum Lesen. Wir haben einen Artikel gefunden, der den Diskussionen um Lernverhalten und Ausbildungsmethoden noch einen neuen Aspekt hinzufügt: Erarbeitete Nahrung ist besonders lecker