Land unter im Bergischen Land

2 Tage „International Trophy“ bei den Piraten aus Bergisch-Land hatten wir am letzten Wochenende – ein Turnier, das wir sicherlich nicht so schnell vergessen werden.

Da war zum Einen das Wetter: grauslich kalt nach dem kurzen Hochsommer, heftiger Wind und Unmengen an Regen, die in der Nacht zu Samstag unerbittlich niederprasselten ließen Fürchterliches ahnen. Und die Aussichten für das weitere Wochenende waren nicht wirklich besser.

Hubertus Schulte hat in weiser Voraussicht die Parcours für den Samstag deutlich entschärft und bei jedem Briefing eindrücklich auf die Verantwortung der Hundeführer hingewiesen, die Hunde sauber auf die Kontaktzonen zu führen. Der Boden wurde schon bei den ersten Parcoursbegehungen leise quitschequatschig.

Aber es ist gut gelaufen: es gab keine Unfälle, nur wenige Regenschauer zwischendrin und die Stimmung war prima. Allerdings war der Boden Samstag nach dem Spiel reichlich aufgeweicht und durchgematscht. Wie das dann wohl Sonntag werden würde?

Erstaunlicherweise (zumindest für uns unbedarfte Flachlandtiroler erstaunlich) hat sich der Boden dann über Nacht wieder verbessert. Natürlich war weiterhin das Gras verschwunden, der Boden überwiegend braun, aber die Piraten haben Mengen an Sand auf die schlimmsten Stellen geschaufelt und irgendwie ist dann doch eine Menge Wasser aus dem Boden wieder verschwunden. Jedenfalls war den gesamten Sonntag hindurch der Boden durch die Bank besser bespielbar als am Samstag. Nass war es natürlich immer noch, von oben wie von unten.

Egal, die Stimmung war grandios, die Organisation spitzenmäßig. Und das ist sicher der andere Grund, warum uns dieses Turnier gründlich und sehr positiv in Erinnerung bleiben wird: Die Piraten hatten viele tolle Ideen, die eigentlich mit Agility nicht so wirklich zu tun hatten, die aber den Spaßfaktor beim Agility unweigerlich rasant erhöht haben und zudem bestens geeignet waren, die Teilnehmer wunderbar beschäftigt zu halten.

Die Kollegen der eigenen Mannschaft identifizieren („Bist du Belgien oder Deutschland?“), frühstücken, die Mannschaft zusammentrommeln („Portugal trifft sich in der ersten Umbaupause vor dem Vereinsheim!“), Überraschungen auspacken und verteilen („nimmst du den Grünkohl?“), Mittag essen (grandios lecker und in umwerfender Auswahl!), Rätsel lösen („ist das jetzt albanisch oder lettisch?“), Kuchen essen,  Quiz lösen („wo um alles in der Welt liegt Emmingen?“). Ach ja, und die Starts hat man natürlich zwischendrin auch noch absolviert. Für Frust oder schlechte Laune blieb da wirklich keine Zeit

Im Spiel wurden auch noch während der letzten Läufe die Teams aus Leibeskräften angefeuert (und zwar von der Konkurrenz !) und  auch bei der Siegerehrung war deutlich zu merken, dass die Trophy wohl allen viel Spaß gemacht hat.