die dritte Welpenwoche

Die Augen sind offen, die Ohren auch, jetzt wird es wild in der Wurfkiste!

2012-04-18_1035_kitti-c-tag-16_900Die Wachphasen werden länger (3-5 Minuten), die Zwerge beginnen zu spielen. Da wird die Schwester herzhaft in die Nase oder ins Bein gebissen, man kaut auf Mamas Ohren herum, nuckelt an der eigenen Pfote und lutscht an der Wurfkisteneinlage. Wenn verfügbar, werden gern auch Menschfinger angekaut.

Und laut werden die wilden Schwestern! Bellen kann man jetzt auch im Wachzustand (sooooo niedlich!) und das Knurren ist erheblich nachdrücklicher geworden. Zudem üben sie sich im Synchronknurren – alle gleichzeitig, bis die Wurfkiste wackelt. Haben wir da wirklich Berger des Pyrénées oder vielleicht doch eher Tasmanische Teufel haben?

Wenn Mama die Wurfkiste betritt, sind die Welpen in Nullkommanix auf den Beinen, sie versuchen jetzt sogar schon, bei der stehenden Mutter die Zitzen zu erreichen. Das klappt noch nicht so ganz, die Welpen müssen noch ein bißchen wachsen, aber wenn Kitti während des Säugens aufsteht, bleiben die hungrigen Mäuler hartnäckig festgesaugt und es wird eifrig weitergetrunken. Zur Wahrung des fragilen Gleichgewichtes stützt man sich dann an Mutters Beinen oder an der Schwester ab – was natürlich die Schwester dann in der Regel umfallen lässt.

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Und wir stehen in den kurzen Wachphasen immer vor einer ganz schwierigen Entscheidung: Mitspielen? Fotografieren? Filmen? Oder einfach nur zugucken und staunen?

Die niedrige Vorderseite der Wurfkiste ist schnell  kein wirkliches Hinderniss mehr. Wenn Mama draußen steht und die Bande Hunger hat, dann erklimmen sie schon gekonnt die Wand, ziehen sich darüber hinweg, purzeln runter und wackeln dann ganz selbstverständlich weiter Richtung Milchquelle.

2012-04-17_1004_kitti-c-tag-15_900Entsprechend richten wir nun den ersten kleinen Innenauslauf ein, statten die Wurfkistenfront mit einem ebenerdigen Zugang aus und ermöglichen den Welpen so das ungehinderte Wechseln zwischen Auslauf und Wurfkiste. Die Zwerge nutzen die Möglichkeit rege: nach dem Wachwerden raus, vor dem Einschlafen wieder rein, (natürlich noch mit etlichen Irrläufern, aber die werden von Tag zu Tag seltener). Und die ersten Pfützchen landen schon ganz ordentlich im Welpenklo!

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Bereits Mitte der dritten Lebenswoche schaffen die Welpen es dann schon, die Milchbar zu erreichen, wenn Kitti steht! Natürlich müssen sie tüchtig balancieren, sich mit den Vorderpfoten irgendwo abstützen und sobald Mama sich bewegt, fallen sie um wie die Dominosteine. Aber sie geben nicht auf: wer hart arbeitet, bekommt als Belohnung gute Milch und so strengen sie sich tüchtig an.

Die Spiele der Welpen untereinander werden rabiater, sie rangeln und drängeln, sie beißen und knurren und wir sind froh, dass sie noch keine Zähne haben. Zudem üben sie ihre Stimmen: das Knurren bekommt unterschiedliche Klangfarben (kann man freundlich knurren?), das Bellen wird in den verschiedensten Varianten erprobt.

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Und zum Ende der Woche schlagen die ersten Rangelspiele der Zwerge bereits um in Streitereien – Mama Kitti geht dazwischen, wenn das Knurren einen wirklich bösen Unterton bekommt und sortiert die Streithühnchen auseinander. Kitti ist auch als Erziehungsberechtigte souverän und sicher, aufmüpfige Welpen bekommen mit klaren Worten ihre Grenzen aufgezeigt.

Zum Glück sind die Streitigkeiten schnell wieder vergessen und dann zeigen die Welpen, dass sie auch sehr nett miteinander umgehen können: Öhrchenwaschen kann man auch schon!

Als nette Gesellschafter sind Päule und McMonkey gemeinsam zu den Welpen gezogen (alleine haben sie sich nicht getraut) und werden unbekümmert in die Raufereien mit einbezogen (endlich jemand, der sich nicht wehren kann!).

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Und sie suchen aktiv den Kontakt zu uns, beißen uns fröhlich in die Finger, knurren uns wild an, küssen uns die Hände und klettern uns (wenn wir im Auslauf auf dem Boden sitzen) auf den Schoß, um dort einzuschlafen.

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2 Gedanken zu „die dritte Welpenwoche

  1. Bea

    hallo wiebke,
    eure kleinen sind wirklich sooooooooooooooooooooo süß, die bilder laden zum knuddeln ein.
    ich verfolge das schon die ganze zeit, ….
    ich denke mal, ihr habt jetzt ne menge zu tun, nicht wahr?
    lg
    bea

  2. gaby

    das ist so schön geschrieben, da bekommt man richtig lust selber unter die züchter zu gehen.

    lg

    gaby (mit halbbruder chico)

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