die zweite Woche der Welpen

Mit Anfang dieser Woche werden die Welpen langsam zu kleinen Hunden. Sie können den Kopf heben, stemmen sich mit den Vorderbeinen hoch, setzen die Hinterbeine unter den Körper und beginnen sich aufzurichten.

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Sie können schon fast laufen, und dabei sind Augen und Ohren immer noch verschlossen. Entsprechend kommt es jetzt häufiger dazu, dass einzelne Welpen den Kontakt zu ihren Schwestern verlieren und dann jämmerlich in der Wurfkiste gestrandet um Hilfe rufen.

Die ersten selbstständigen Häufchen werden abgesetzt – vom (noch sehr wackelig) stehenden Welpen, mit aufgewölbtem Rücken und abgespreizter Rute und ganz ohne Hilfe!

Von Tag zu Tag bewegen sie sich schneller durch die Wurfkiste, und dann kommt am 10. Tag der große Moment, an dem die Augen sich öffnen! Anfangs blinzeln die Welpen noch völlig perplex in diese neue Wahrnehmung und sind ordentlich damit beschäftigt, das „Sehen“ als neuen Sinn zu begreifen.

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Zeitgleich mit den Augen öffnen sich auch die Ohren, die Welpen entdecken die Welt nun in ganz neuen Dimansionen. Gleichzeitig wird die Koordination des gesamten Körpers von Tag zu Tag, manchmal gar von Stunde zu Stunde besser.

Kitti ist in dieser Woche dazu übergegangen, die Welpen im Sitzen zu säugen – sie sind jetzt offenbar groß und geschickt genug, um die Zitzen auch dann erreichen zu können, wenn sie nicht komfortabel in Maulhöhe präsentiert werden.

2012-04-14_0868_kitti-c-tag-12_900Beeindruckend, wie sorgsam sie damit die Lernerfahrungen auf das Alter und die Fähigkeiten der Welpen abstimmt. Anfangs mussten diese überhaupt erst den Weg zur Zitze finden, dann sich beim Wettstreit um die besten Zitzen gegen die Schwestern durchsetzen und jetzt müssen sie sich schon tüchtig nach oben recken.

Ansonsten ist Kitti mittlerweile mehr außerhalb als innerhalb der Wurfkiste zu finden. Völlig normal bewegt sie sich in Haus und Garten, geht zwischendrin alle paar Minuten kurz kontrollieren, ob bei den Welpen noch alles in Ordnung ist, stillt und säubert sie bei Bedarf, und geht dann wieder.

Wir sorgen weiterhin regelmäßig dafür, dass die Welpen an unserem Körper schlafen – für alle Beteiligten eine sehr schöne Erfahrung!

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1-2 Tage nach dem Öffnen der Augen beginnen die Welpen dann, sich miteinander zu beschäftigen. Nach dem Säugen tapsen sie aufeinander und auf uns zu, schnuffeln an der Schwester, lecken an unseren Fingern. Es ist unglaublich berührend, in diese ersten bewussten Kontaktaufnahmen eingebunden zu sein. Und es ist unsagbar niedlich, wie die Welpen zu uns oder ihre Schwester „laufen“ („wackeln“ trifft es eigentlich besser).

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Unverkennbar werden aus den „Maulwürfen“ ganz langsam Hunde: Man kann schon sitzen, die erste wilde Schwester hat sich schon aus der Wurfkiste hinausgehangelt und am Ohr kann man sich auch schon treffsicher kratzen! Leider gelingt es uns nicht immer, diese Momente mit der Kamera einzufangen.

Die aktiven Phasen sind natürlich noch sehr kurz, jeweils etwa 2-3 Minuten, den größten Teil des Tages sind die Welpen immer noch mit Schlafen (lies: Wachsen) beschäftigt.

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